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  • 23. Aug. 2011

    Foto: Winfried Hartwig23.08.2011 - In Berlin werden in den kommenden Jahren 75 Friedhöfe verkleinert und elf für immer geschlossen. Etwa 276 Hektar Friedhofsfläche stehen dann laut Planung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als Grünfläche, als Friedhofspark und in Einzelfällen auch zur Bebauung zur Verfügung. Von den 179 landeseigenen und kirchlichen Friedhöfen in der Stadt bleiben langfristig nur noch 93 erhalten, steht im Friedhofsentwicklungsplan des Landes Berlin, der für die kommenden Jahrzehnte als Planungsgrundlage gilt. Denn längst benötigt Berlin nicht mehr so viele Grabflächen wie noch vor einigen Jahrzehnten. Immer mehr Menschen bevorzugen heute eine Urnenbestattung, nur noch etwa 30 Prozent aller Berliner wünschen eine Erdbestattung.

    Jüngstes Beispiel für die Umwandlung einer Friedhofsfläche in einen Erholungspark ist ein großes Areal auf dem Friedhof St. Marien und St. Nikolai im dicht besiedelten Wohngebiet in Prenzlauer Berg. Dort haben Bauarbeiter, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner begonnen, ein 6.600 Quadratmeter großes Friedhofsgelände zu einem Park für Anwohner umzugestalten. Bestattet wird dort schon lange niemand mehr. „Leisepark” soll die neue Attraktion des Prenzlauer Bergs heißen, ruhig soll es dort zugehen, um die Atmosphäre eines Friedhofes nicht zu zerstören. Hunde sind verboten, Grillen und Partys auch, und abends wird das Tor verschlossen.

    Quelle: Berliner Zeitung am 23.08.2011

    21. Jul. 2011

    21.07.2011 - Das Grab des ehemaligen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß im oberfränkischen Wunsiedel ist offenbar aufgelöst worden. Wie die „Süddeutsche Zeitung” berichtete, wurden die Gebeine von Heß mit Zustimmung seiner Erben in der Nacht zum Mittwoch exhumiert.

    Wegen der häufigen Neonazi-Demonstrationen in Wunsiedel habe die evangelische Kirchengemeinde den Pachtvertrag für das Grab auf ihrem Friedhof nicht mehr verlängert. Die sterblichen Überreste von Heß sollen dem Bericht zufolge nun verbrannt und anschließend auf offener See bestattet werden.

    Quelle: Welt online am 21.07.2011

    26. Apr. 2011

    Foto: Rolf Kobbe - 200926.04.2011 - In Hamburg ist es jeder Vierte, in Berlin sind es über 40 Prozent: Verstorbene, die anonym bestattet werden. Die Verbraucherinitiative Aeternitas beobachtet seit Jahren, dass die Zahl derer steigt, die kein Grab mit Namen wollen oder bezahlen können. Dies bestätigt nun auch eine Studie der Universität Leipzig. Danach lag der Anteil anonymer Bestattungen in Deutschland 2009 bei 28 Prozent, 1999 noch bei 23 Prozent.

    Die Gesellschaft verändert sich und damit auch die Friedhöfe. Christliche Traditionen und familiäre Bindungen verlieren an Bedeutung. Die Pflege eines Grabes wird vielen zu teuer, zu mühsam oder ist wegen weit verstreut lebender Familien kaum möglich. Deshalb werden immer mehr Menschen anonym beigesetzt - in einem Grab ohne namentliche Kennzeichnung.

    Beim Anteil der anonymen Bestattungen beobachten Leipziger Forscher ein Ost-West-Gefälle. 2009 wurden in Ostdeutschland 46 Prozent (1999: 36 Prozent) der Verstorbenen ohne namentliche Kennzeichnung beigesetzt, in Westdeutschland 18 Prozent (1999: 15 Prozent). Innerhalb der alten Bundesländer besteht ein Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden. In Niedersachsen mit 32 Prozent (1999: 22 Prozent), Bremen mit 29 Prozent (1999: 22 Prozent) und Nordrhein-Westfalen mit 29 Prozent (1999: 20 Prozent) ergaben sich hier die höchsten Werte. Im überwiegend katholischen Bayern waren es nur 13 Prozent (1999: fünf Prozent), in Baden-Württemberg sieben Prozent (1999: sechs Prozent). Für die Studie befragten die Forscher deutsche Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern. 88 von 293 angeschriebenen Verwaltungen gaben ihre Zahlen an.

    Quelle: Gabot.de 26.04.2011

    19. Apr. 2011

    18.04.2011 - Mit einem Memoriam-Garten auf einem Düsseldorfer Friedhof wollen CDU und FDP die Friedhofskultur in der Landeshauptstadt stärken. Das berichtete die Rheinische Post. „Grabfelder können gärtnerisch anspruchsvoll gestaltet und so zu einem würdevollen, ansprechen Ort des Gedenkens werden”, sagte CDU-Ratsherr Rüdiger Gutt, Vorsitzender des Ratsausschusses für Öffentliche Einrichtungen. Zusammen mit der FDP will seine Fraktion in diesem Ausschuss die Verwaltung beauftragen, die Anlage eines Memoriam-Gartens zu prüfen und mit den Friedhofsgärtnern über die Gestaltung zu verhandeln.

    Der Hintergrund für die Initiative: Die Zahl der einfachen Rasengräber sowie der anonymen Gräber ohne Blumenschmuck nimmt zu. „Weite Flächen auf den Friedhöfen sehen daher eintönig , fast wie ein Fußballfeld aus und entsprechen nicht der Kultur, Friedhöfe wie einen Park zu gestalten”, sage Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP).

    Quelle: Rheinische Post am 18.04.2011

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