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  • 9. Mrz. 2017

    In den ersten Wochen des Jahres war die vierköpfige Jury des Medienpreises „Friedhof heute” damit beschäftigt, die 103 eingereichten Beiträge zu sichten und zu bewerten. Auf ihrer Sitzung Ende Februar 2017 in Königswinter wurden nun die diesjährigen drei Preisträger ausgewählt.

    Bereits zum dritten Mal hatte die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. den Wettbewerb 2016 ausgeschrieben. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich der Institution Friedhof mit gegenwärtigem Bezug widmen. Bis zum 31. Dezember konnten Beiträge, die 2016 in einem deutschsprachigen Medium erschienen sind, eingereicht werden. Das Spektrum reicht auch diesmal wieder von TV- und Radio-Dokumentationen über Zeitungsartikel und Magazinreportagen bis hin zu Blog-Posts im Internet. „Wir waren erneut überrascht, auf welch unterschiedliche Weise man sich dem Thema Friedhof nähern kann”, so Christoph Keldenich, Aeternitas-Vorsitzender und Mitglied der Jury. „Viele der eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit den derzeitigen wirtschaftlichen Friedhofssorgen der Kommunen, aber auch juristische, religiöse und praktische Fragen der Bürger sowie kulturelle, historische und soziale Aspekte wurden fassettenreich und spannend umgesetzt. Der Medienpreis verschafft uns in jedem Jahr einen guten Überblick über die sehr vielschichtige Berichterstattung, die es in unserem Land gibt.”

    Der 1. Preis des Journalistenwettbewerbs „Friedhof heute” geht in diesem Jahr an Ralf Bonsels für seine TV-Reportage „Ruhe sanft und günstig”, die 3sat unter dem Dach der wöchentlichen Wirtschaftsreihe „makro” am 18. November 2016 ausstrahlte. Der Autor schildert darin anschaulich und umfassend die gegenwärtigen ökonomischen Veränderungen im Bestattungs- und Friedhofswesen und deren Auswirkungen auf die beteiligten Branchen sowie die Bürger. Besonders beeindruckte die Jury Bonsels sorgfältige Recherche und wie er kritisch und perspektivenreich Hintergründe beleuchtet.

    Der 2. Preis wird wie schon in den beiden letzten Jahren doppelt vergeben: Zum einen zeichnet die Jury den Beitrag „Kein Frieden auf dem Friedhof” von Hans W. Korfmann aus. Dieser wurde am 1. März 2016 im Stadtteilmagazin „Kreuzberger Chronik” veröffentlicht und schildert am Beispiel eines Berliner Friedhofs exemplarisch den derzeitigen Wandel in der städtischen Friedhofskultur. Dabei gelingt es dem Autor hervorragend, das Kleine mit dem Großen, das Detail mit dem übergeordneten Ganzen zu verknüpfen. Der andere 2. Preis geht an Gero Günther für seine Reportage „Tag der Befreiung”, der am 21. Oktober 2016 im SZ-Magazin abgedruckt wurde. Günther hat Menschen begleitet, die mehr als 70 Jahre nach Kriegsende Gräber deutscher Soldaten in Osteuropa besuchen - häufig die ihrer eigenen Vorfahren. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt er die Gefühle und Beweggründe der Reisenden und verdeutlicht dabei eindrücklich die „klassische” Funktion des Friedhofs als wichtige Stätte der Erinnerung.

    Aeternitas veröffentlicht bzw. verlinkt die Beiträge der Gewinner sowie die komplette Jury-Begründung auf www.aeternitas.de in der Rubrik „Presse”.

    23. Feb. 2016

    Foto: Sabine Golkhatmi - 2005Nach dem großen Erfolg der Premiere des Aeternitas-Medienpreises im Vorjahr schrieb die Verbraucherinitiative Bestattungskultur den Wettbewerb „Friedhof heute” 2015 erneut aus. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich der Institution Friedhof widmen. Zum Stichtag, dem 31. Dezember, hatten sich diesmal 99 Journalisten mit über 100 Arbeiten beworben.

    Am 17. Februar 2016 wurden die Gewinner bekannt gegeben: Den 1. Preis erhielt das Team der HR-2-Sendung „Der Tag” für die Hörfunkproduktion „Der Friedhof im Zeitalter digitaler Unsterblichkeit”. Mit dem 2. Platz wurden gleich zwei Arbeiten ausgezeichnet: Zum einen die Journalistin Tanja Schwarzenbach für ihren Beitrag „Seelenverwandte” in der Süddeutschen Zeitung, zum anderen die zweiteilige Dokumentation „Rendezvous auf dem Friedhof”, eine Produktion des WDR Fernsehens.

    Weitere Informationen und die komplette Jury-Begründung unter www.aeternitas.de

    2. Nov. 2015

    Foto: Sabine Golkhatmi - 2005Der Friedhof soll immaterielles UNESCO-Kulturerbe der Menschheit werden. Das ist das erklärte Ziel der Initiative Kulturerbe Friedhof, die am 28. November 2015 einen entsprechenden Antrag bei der deutschen UNESCO gestellt hat. Genau Informationen dazu bietet eine Basis-Informations-Broschüre, die per E-Mail angefordert werden kann.

    Auf die weltweite Unesco-Liste kann es die deutsche Friedhofskultur erst in einem zweiten Schritt schaffen - frühestens Ende 2016. Dann können Vorschläge von der bundesweiten Liste für das internationale Kulturerbe eingereicht werden.

    Weitere Informationen in diesem Beitrag im Kulturradio.

    8. Aug. 2015

    Christoph KeldenichNach dem großen Erfolg im letzten Jahr schreibt die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. 2015 wieder den Medienpreis „Friedhof heute” aus. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich dem Thema Friedhof widmen. Eingereicht werden können bis zum 31. Dezember 2015 Texte und Beiträge aller Themenbereiche, aller Medien (Print, Hörfunk, Fernsehen, Internet) und jeder Darstellungsform (Meldung, Reportage, Bericht, Feature, Interview, Kommentar). Christoph Keldenich ist Vorsitzender der Verbraucherinitiative und war einer von vier Juroren für den im letzten Jahr erstmals vergebenen Journalistenpreis.

    Herr Keldenich, welches Ziel verfolgt Aeternitas mit dem Medienpreis „Friedhof heute”?
    Keldenich:
    Wir beobachten die Bestattungskultur in Deutschland vor allem aus der Perspektive der vom Tod und einer Bestattung betroffenen Menschen. Dabei geht es sehr stark auch um Bilder und Sichtweisen des Friedhofs. Mit dem Medienpreis wollen wir das Interesse von Journalistinnen und Journalisten wecken, sich mit einer Institution auseinanderzusetzen, die für einige Millionen Deutsche eine sehr wichtige Einrichtung darstellt, aber trotzdem oft nur sehr einseitig wahrgenommen wird. Der Friedhof ist auf der einen Seite ein Ort der Trauer, daneben gibt es aber unzählige weitere Aspekte, die eine Auseinandersetzung mit dem Kulturgut Friedhof lohnenswert machen. Deshalb wollen wir die Medienvertreter ermuntern, das Thema „Friedhof” mit Leben zu füllen und seine Vielschichtigkeit zu zeigen.

    Im letzten Jahr wurden zum Wettbewerb 125 Beiträge eingereicht. Das Thema Friedhof scheint also doch in den Medien durchaus stark präsent zu sein. Oder sehen Sie das anders?
    Keldenich:
    Wir waren überrascht von der Anzahl der eingereichten Beiträge. Durch Medienbeobachtung hatten wir vorher ein gewisses Bild vom Friedhofs in den Medien. Unsere Eindrücke, gerade auch was die Häufigkeit der Thematik in Presse und Rundfunk betrifft, haben wir durch die Anzahl und den Inhalt der Einsendungen geändert. In Printmedien werden oft die Friedhöfe vor Ort in den Fokus gerückt, und dann meist wegen negativer Anlässe wie Gebührenerhöhungen oder Diebstählen. Damit wird man aber nicht der Bedeutung des Friedhofs gerecht. Da gibt es noch ganz andere Aspekte, die interessant sind.

    Was macht für Sie einen guten Beitrag zum Thema Friedhof aus?
    Keldenich:
    Die guten Beiträge erfassen den Friedhof in seiner Gesamtheit, auch wenn sie sich dann auf einen einzelnen Aspekt konzentrieren. Sie lassen die Sichtweise der Menschen, für die und durch die der Friedhof als Kulturgut erscheint, nicht außen vor, sondern geben dem angemessenen Raum. Die Vielfalt der Aspekte ermöglicht die Gelegenheit für eine originelle Annäherung an ein gesellschaftlich wichtiges Thema, das uns alle betrifft. Ein guter Beitrag räumt mit Vorurteilen auf und bietet neue Sichtweisen an.

    Weitere Informationen zum diesjährigen Wettbewerb: www.aeternitas.de

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