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  • 24. Jun. 2019

    Friedhöfe bieten Bestattungsflächen und sind Orte der Trauer, des Gedenkens und Innehaltens. Köln hat - und das ist bundesweit nahezu einmalig! - 55 sehr unterschiedliche kommunale Friedhöfe. Sie alle tragen zu einer Trauer- und Bestattungskultur in Köln bei, die es unbedingt zu bewahren, aber auch behutsam weiterzuentwickeln gilt.

    Foto: Sabine Golkhatmi - 2005

    Darüber hinaus haben die Kölner Friedhöfe noch weitere wichtige und schützenswerte Funktionen. Mit einer Gesamtfläche von 480 Hektar besitzen sie einen beachtlichen Erholungswert für die Bevölkerung. Gerade im innerstädtischen Bereich übernehmen sie oftmals auch die wichtigen Funktionen von Grün- und Parkanlagen. Friedhöfe sind ein bedeutender Bestandteil der Stadt- und Raumplanung, da sie für die Umwelt einen ökologischen und klimatischen Beitrag leisten. Sie erzählen Geschichten, wichtige Zeitzeugen und Orte der Begegnung.

    Seit Jahren beschäftigen sich Vertreter der städtischen Friedhofsverwaltung mit Bestattern, Steinmetzen, Friedhofsgärtnern, Floristen und Floristinnen sowie Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche im Arbeitskreis Friedhof zusammen und erarbeiten ein Zukunftskonzept zur Entwicklung der Friedhöfe. Gemeinsam beobachten und bewerten sie die aktuelle Situation und den gesellschaftlichen Wandel, um in Respekt Kölner Friedhöfe als Ruheräume zu geben. Denn die Zeiten und die Menschen ändern sich - und mit ihnen die Friedhöfe.

    Das Thema „Friedhof” beschäftigt aber nicht nur die Friedhofsverwaltung und wird im Arbeitskreis Friedhof diskutiert. Auch die politischen Gremien befassen sich mit den Fragestellungen und müssen wichtige Entscheidungen für das Friedhofswesen in Köln treffen. Letzten Endes sind es aber die Bürger der Stadt, die in vielfacher Weise betroffen sind. Deshalb werden die Kölnerinnen und Kölner daran beteiligt, gemeinsam ein Bild der zukünftigen Friedhöfe als Orte der Ruhe in Köln zu entwerfen.

    Vom 24. bis 30. Juni 2019 finden in der Kölner Friedhofswoche eine große Anzahl an Veranstaltungen, Führungen, Theaterstücke und Vorträge statt. Wer mitdiskutieren und seine Meinung einbringen möchte, findet hier die Termine.

    9. Mrz. 2017

    In den ersten Wochen des Jahres war die vierköpfige Jury des Medienpreises „Friedhof heute” damit beschäftigt, die 103 eingereichten Beiträge zu sichten und zu bewerten. Auf ihrer Sitzung Ende Februar 2017 in Königswinter wurden nun die diesjährigen drei Preisträger ausgewählt.

    Bereits zum dritten Mal hatte die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. den Wettbewerb 2016 ausgeschrieben. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich der Institution Friedhof mit gegenwärtigem Bezug widmen. Bis zum 31. Dezember konnten Beiträge, die 2016 in einem deutschsprachigen Medium erschienen sind, eingereicht werden. Das Spektrum reicht auch diesmal wieder von TV- und Radio-Dokumentationen über Zeitungsartikel und Magazinreportagen bis hin zu Blog-Posts im Internet. „Wir waren erneut überrascht, auf welch unterschiedliche Weise man sich dem Thema Friedhof nähern kann”, so Christoph Keldenich, Aeternitas-Vorsitzender und Mitglied der Jury. „Viele der eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit den derzeitigen wirtschaftlichen Friedhofssorgen der Kommunen, aber auch juristische, religiöse und praktische Fragen der Bürger sowie kulturelle, historische und soziale Aspekte wurden fassettenreich und spannend umgesetzt. Der Medienpreis verschafft uns in jedem Jahr einen guten Überblick über die sehr vielschichtige Berichterstattung, die es in unserem Land gibt.”

    Der 1. Preis des Journalistenwettbewerbs „Friedhof heute” geht in diesem Jahr an Ralf Bonsels für seine TV-Reportage „Ruhe sanft und günstig”, die 3sat unter dem Dach der wöchentlichen Wirtschaftsreihe „makro” am 18. November 2016 ausstrahlte. Der Autor schildert darin anschaulich und umfassend die gegenwärtigen ökonomischen Veränderungen im Bestattungs- und Friedhofswesen und deren Auswirkungen auf die beteiligten Branchen sowie die Bürger. Besonders beeindruckte die Jury Bonsels sorgfältige Recherche und wie er kritisch und perspektivenreich Hintergründe beleuchtet.

    Der 2. Preis wird wie schon in den beiden letzten Jahren doppelt vergeben: Zum einen zeichnet die Jury den Beitrag „Kein Frieden auf dem Friedhof” von Hans W. Korfmann aus. Dieser wurde am 1. März 2016 im Stadtteilmagazin „Kreuzberger Chronik” veröffentlicht und schildert am Beispiel eines Berliner Friedhofs exemplarisch den derzeitigen Wandel in der städtischen Friedhofskultur. Dabei gelingt es dem Autor hervorragend, das Kleine mit dem Großen, das Detail mit dem übergeordneten Ganzen zu verknüpfen. Der andere 2. Preis geht an Gero Günther für seine Reportage „Tag der Befreiung”, der am 21. Oktober 2016 im SZ-Magazin abgedruckt wurde. Günther hat Menschen begleitet, die mehr als 70 Jahre nach Kriegsende Gräber deutscher Soldaten in Osteuropa besuchen - häufig die ihrer eigenen Vorfahren. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt er die Gefühle und Beweggründe der Reisenden und verdeutlicht dabei eindrücklich die „klassische” Funktion des Friedhofs als wichtige Stätte der Erinnerung.

    Aeternitas veröffentlicht bzw. verlinkt die Beiträge der Gewinner sowie die komplette Jury-Begründung auf www.aeternitas.de in der Rubrik „Presse”.

    23. Feb. 2016

    Foto: Sabine Golkhatmi - 2005Nach dem großen Erfolg der Premiere des Aeternitas-Medienpreises im Vorjahr schrieb die Verbraucherinitiative Bestattungskultur den Wettbewerb „Friedhof heute” 2015 erneut aus. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich der Institution Friedhof widmen. Zum Stichtag, dem 31. Dezember, hatten sich diesmal 99 Journalisten mit über 100 Arbeiten beworben.

    Am 17. Februar 2016 wurden die Gewinner bekannt gegeben: Den 1. Preis erhielt das Team der HR-2-Sendung „Der Tag” für die Hörfunkproduktion „Der Friedhof im Zeitalter digitaler Unsterblichkeit”. Mit dem 2. Platz wurden gleich zwei Arbeiten ausgezeichnet: Zum einen die Journalistin Tanja Schwarzenbach für ihren Beitrag „Seelenverwandte” in der Süddeutschen Zeitung, zum anderen die zweiteilige Dokumentation „Rendezvous auf dem Friedhof”, eine Produktion des WDR Fernsehens.

    Weitere Informationen und die komplette Jury-Begründung unter www.aeternitas.de

    2. Nov. 2015

    Foto: Sabine Golkhatmi - 2005Der Friedhof soll immaterielles UNESCO-Kulturerbe der Menschheit werden. Das ist das erklärte Ziel der Initiative Kulturerbe Friedhof, die am 28. November 2015 einen entsprechenden Antrag bei der deutschen UNESCO gestellt hat. Genau Informationen dazu bietet eine Basis-Informations-Broschüre, die per E-Mail angefordert werden kann.

    Auf die weltweite Unesco-Liste kann es die deutsche Friedhofskultur erst in einem zweiten Schritt schaffen - frühestens Ende 2016. Dann können Vorschläge von der bundesweiten Liste für das internationale Kulturerbe eingereicht werden.

    Weitere Informationen in diesem Beitrag im Kulturradio.

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